14. Februar 2011

Eine drastische Gesetzesverschärfung soll bereits zu Beginn des kommenden Monats für eine höhere Lebensdauer deutscher Diesel- und Benzinmotoren sorgen. Die Länderverkehrsminister wollen mit diesem Gesetz der steigenden Speiseölproduktion einen Riegel vorschieben. Die Politik sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, weil immer mehr KFZ-Halter billiges Speise- statt hochwertiges Motorenöl für ihre Autos verwenden.
Wer nun glaubt, diese Meldung könne nicht wahr sein, liegt selbstverständlich völlig richtig. Ein solches Gesetz wäre Beleg für einen durchgeknallten Staat. Wohl jeder würde sich politischerseits gegängelt und als unmündig betrachtet fühlen. Niemand muss uns sagen, dass unsere Spritschlucker höchst empfindlich auf schlechte Nahrung reagieren. Gesundheit und Langlebigkeit unserer Autos liegen uns am Herzen. Für sie fühlen wir uns verantwortlich, und diese Verantwortung lassen wir uns von keiner Macht der Welt nehmen.

Macht staatliche Macht Menschen gesund?

Doch nicht jede Verantwortung ist uns so wichtig, dass wir sie nicht aus der Hand geben. Wenn es darum geht, den menschlichen Motor gesund zu halten, rufen wir nach staatlicher Macht. Wir brauchen zwar kein Gesetz, das uns davor schützt, Salatöl in den Motor zu kippen, aber eines, das uns hindert, krank machende Billigstnahrungsmittel zu kaufen und zu essen.

Dabei wissen wir, dass die Pizza für einsneunundneunzig aus der Kühltheke allenfalls so gesund ist wie ihre Plastikhülle wirkt. Und wir wissen auch, dass ein Döner für zweifünfzig nicht aus einem artgerecht gemästeten Kalb geschnitten werden kann.

So wird Gesundes finanzierbar

Es liegt in unserer Verantwortung, gesunde oder krank machende Nahrungsmittel zu kaufen. Wer nun sagt, er könne Qualitätsware nicht finanzieren, kann sich aber etwas Anderes leisten. Zum Beispiel den eigenen Herd einzuschalten, um seine Pizza selbst zu backen und mit den Zutaten der eigenen Wahl auf den Tisch zu bringen.

Als mündige Verbraucher haben wir die Fäden in der Hand. Und die sind nicht dazu da, sich mehr und mehr Gesetze zurechtzuspinnen.

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